Gemeinde Grünwettersbach

Herzlich willkommen in der evangelischen Gemeinde Grünwettersbach

Von der ersten Kirche ist noch der Kirchturm erhalten, an dem die Zahl „1408“ nach anderen Quellen „1208“ zu lesen sein soll. Untersuchungen am Kichturm ergaben, dass dieser ursprünglich frei stand und erst später das dreischiffige Langhaus angebaut wurde, von dem kleinere Mauerreste erhalten sind. Die Kirche war eine Gründung des Klosters Bad Herrenalb. 1278 ist der älteste Nachweis für einen Pfarrer im Grünwettersbach. Das bis heute erhaltene Taufbecken trägt die Jahreszahl 1491. Seit 1534 ist die Kirche evangelisch.

Nach einer Bestimmung durch Markgraf Bernhard I. aus dem Jahre 1395 mussten die Gemeinden Dürrenwettersbach, Stupferich, Langensteinbach, Etzenrot, Spielberg, Busenbach und Mutschelbach Fuhren zu eventuell anfallenden Renovationen der Kirche leisten. Nicht dokumentiert ist, wann es Reparaturen gab. Während des Dreißigjährigen Krieges und erneut während des Pfälzischen Erbfolgekrieges diente das Kirchengebäude als Wachthaus und Pferdestall und wurde dabei erheblich beschädigt.

1695 und 1740 wurde das Kirchengebäude als stark baufällig beschrieben, 1740 wurde zudem eine genaue Auftellung der notwenigen Baumaßnahmen beschrieben. Aufgrund der finanziellen Notlage der Gemeinde waren jedoch keine Reparaturen möglich, so dass am Ende auch kein funktionierendes Gestühl mehr vorhanden war und die Kirche völlig verfiel. Als 1776 auch noch der Kirchturm aktut einsturzgefährdet war, genehmigte die württembergische Regierung schließlich zunächst die 1777 durchgeführte Sanierung des Kirchturms und schließlich einen Neubau des Langhauses, der sich wegen Streitigkeiten um die Finanzierung jedoch hinzog. So konnte erst im August 1781 mit dem Abriss der alten Kirche begonnen und der der Grundstein für das Langhaus am 11. Juli 1782 gelegt werden. Die Weihe fand schließlich am 16. November 1783 statt. Baumeister war Friedrich Wilhelm Götz aus Ludwigsburg.

Beim Fliegerangriff auf Karlsruhe wurden 1944 die Glasfenster zerstört. Eines der 1950 eingesetzten neuen Fenster wurde vom orstansässigen Künstler Karl Batth gestaltet. Es zeigt den auferstandenen Christus.

Die Kirche wurde 1986 renoviert und am 7. Dezember 1986 wiedereingeweiht. Sie ist ein eines der anerkannten Kulturdenkmäler des Ortes im Sinne von §2 des baden-württembergischen Denkmalschutzgesetzes.

1996 kam es zu einer markanten Umgestaltung des Inneren: Die Bestuhlung wurde um Kanzel und Taufbecken herum angeordnet, Michael Munzer gestaltete die Fenster farblich dem Kirchenjahr entsprechend.